Umzugsversicherung und Haftung der Umzugsfirma

Grundsätzlich sind Umzugsunternehmen in Deutschland zur einer Grundhaftung verpflichtet.
Diese beträgt laut § 451 des Handelsgesetzbuches (HGB), 620 Euro pro Kubikmeter Umzugsgut.
Sollten Sie Möbelstücke, Kunstgegenstände oder sonstiges hochwertiges Umzugsgut besitzen, dass den Wert von 620 Euro pro Kubikmeter überschreitet können Sie den Neuwert bzw. Zeitwert bestimmen lassen und eine zusätzliche Versicherung mit dem Umzugsunternehmen abschließen.
Der Umzugsunternehmer haftet für den Verlust oder Beschädigung des Umzugsgutes in der Zeit von der Übernahme zur Beförderung bis hin zur Ablieferung.

Haftung und Versicherung bei unseren Umzügen
zum Nachlesen:

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Im Schadensfalle durch das Umzugsunternehmen

Es kann immer mal etwas zu Bruch gehen oder beschädigt werden, in einem solchen Fall greift die Versicherung falls vorhanden. Für Schäden am Umzugsgut, dem Fahrstuhl, alte bzw. neue Treppenhaus oder Wohnung, wenn ein Umzugshelfer etwas beschädigt.

Dabei gilt:

Die Versicherung greift nur wenn der entstandene Schaden zu 100% von einem Mitarbeiter verursacht wurde.
Beispielweise: Sie packen Ihre Umzugskartons für den Umzug selber, dann haften Sie für eventuelle Schäden beim Transport durch das Umzugsunternehmen, da Sie dafür Sorge tragen müssen, dass das Umzugsgut fachgerecht verpackt wird.
Sollten Sie unser „Rundum Sorglos Paket“ mit Ein- und Auspackservice buchen, so trägt das Umzugsunternehmen entstandene Schäden in den Kartons, sofern unsere Mitarbeiter die Umzugskartons getragen haben.
Daher sind „helfende Hände“ Ihrerseits bei einem Umzug nicht wünschenswert, da sonst unsere Versicherung nicht greift.

Haftungsausschlüsse vom Umzugsunternehmen

Der Umzugsunternehmer ist von der Haftung befreit, wenn ein Verlust oder die Beschädigung bzw. Die Lieferfristüberschreitung auf Umständen beruht, die auch bei größter Sorgfalt weder zu vermeiden noch deren Folgen abzuwenden waren.

 

Weitere Haftungsausschlüsse

  • Transport von Edelmetallen, Juwelen, Edelsteinen, Geld, Briefmarken, Münzen, Wertpapiere
    Oder Urkunden;
  • ungenügende Verpackung oder Kennzeichnung durch den Absender;
  • Behandeln, Verladen oder Kennzeichnung durch den Absender;
  • Transport von nicht vom Frachtführer verpacktem Gut in Behältern
  • Verladen oder Entladen von Gut, dessen Größe oder Gewicht den Raumverhältnissen an der Lade- oder Entladestelle nicht entspricht, sofern der Frachtführer den Absender auf die Gefahr einer Beschädigung vorher hingewiesen hat und der Absender auf der Durchführung der Leistung bestanden hat;
  • Beförderung lebender Tiere oder Pflanzen;
  • natürliche oder mangelhafte Beschaffenheit des Gutes, der zufolge es besonders leicht Schäden, insbesondere durch Bruch, Funktionsstörungen, Rost, inneren Verderb, Auslaufen erleidet;

Ist ein Schaden eingetreten, der nach den Umständen des Falles aus einer der o.g. bezeichneten Gefahren entstehen konnte, so wird vermutet, dass der Schaden aus dieser Gefahr entstanden ist. Der Umzugsunternehmer kann sich auf die besonderen Haftungsausschlüsse nur berufen, wenn er alle ihm nach den Umständen obliegenden Maßnahmen getroffen und besondere Weisungen beachtet hat.

Haftung des ausführenden Umzugsunternehmers

Wird der Umzug ganz oder teilweise von einem Dritten ausgeführt (ausführender Umzugsunternehmer) haftet dieser für Verlust, Beschädigung und Lieferfristüberschreitung wie der Umzugsunternehmer selbst. Der ausführende Umzugsunternehmer kann alle Einwendungen geltend machen, die dem Umzugsunternehmer zustehen. Beide Umzugsunternehmer haften als Gesamtschuldner.

 

Frist und Form der Schadenanzeige

Damit Ansprüche aus Schäden (Verlust oder Beschädigung) nicht erlöschen, untersuchen Sie das Umzugsgut beim Empfang sofort auf äußerliche erkennbare Beschädigung oder Verluste. Sind Schäden festgestellt, haben Sie diese sofort auf dem Frachtbrief, Empfangsquittung, Arbeitsschein oder in einem Schadenprotokoll detailliert schriftlich festzuhalten. Spätestens am Tag nach der Ablieferung sind solche Schäden in Textform dem Umzugsunternehmen anzuzeigen. Wird dies Frist nicht gewahrt, erlöschen sämtliche Ansprüche wegen Verlust und Beschädigung am Umzugsgut.
Äußerlich nicht erkennbare Schäden, die z.B. erst beim Auspacken erkennbar werden, müssen dem Umzugsunternehmer innerhalb von 14 Tagen in Textform mitgeteilt werden. Hierbei ist jedoch der Nachweis zu führen, dass diese Schäden während der Obhut des Umzugsunternehmers eingetreten sind. Die genannten fristen gelten auch für außervertragliche Ansprüche. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung (Samstag, Sonntag oder Feiertage bleiben bei der Berechnung der Frist unberücksichtigt).